Der Blick aus dem Fenster

Ich sitze im Bus und schaue aus dem Fenster. Alles fliegt vorbei.

Langsamer im Hintergund die Landschaft, schneller im Vordergrund Bauwerke, Schilder, einzelne Bäume und Personen.

Nichts lässt sich genau erkennen. Schnell wechselnde Statisten vor einer fließenden Kulisse.

Flüchtige Bilder.

Am Ende nichts was bleibt.

Wir freuen uns über den zweiten Beitrag von einem Teilnehmer an der Schreibwerkstatt „Schreiben mit zwei T“

Veröffentlicht unter Mitmachen | Schreib einen Kommentar

Schreiben mit zwei T – Teil 3

Heute bekommen wir wieder einen spannenden Tipp von Tania Witte. Wir wünschen allen viel Spaß bei der Umsetzung. Das lange Pfingswochenende bietet ja viel Zeit dafür.

Veröffentlicht unter Mitmachen | Schreib einen Kommentar

Das Püppi, das Buch und der Clownwecker mit den großen Augen

Wir freuen uns den ersten Text eines „Feuergriffel“-Schreiblehrlings veröffentlichen zu dürfen.

„Autsch!“, beschwerte sich Püppi. „Du kannst doch nicht mit deinem harten Rücken mir voll auf die weiche Nase fallen!“

„’tschuldigung“, brummte das Buch, „war nicht meine Absicht. Ich konnte meine Flugbahn nicht ändern. Ich wurde so grob geworfen.“

„Du auch?“, wunderte sich Püppi. „Mich haben auch ganz große Hände ganz hart gepackt. Hier! Mitten um meinen Körper. Ich war ganz zusammengedrückt! Ich bin es immer noch! Mir tut jetzt noch alles weh! Und dann fällst du mir auch noch mitten ins Gesicht, voll auf meine weiche Nase… Ich verstehe das nicht. Jeden Tag wurde ich geknuddelt und gestreichelt von so lieben kleinen weichen warmen Händen. Und dann? Und dann? Wurde ich einfach in eine Ecke gelegt! Und dort habe ich dann gelegen, Tag um Tag um Tag. Ich kann sie gar nicht zählen, soooo viele Tage.Und ich wurde nicht mehr geknuddlet. Niemand hat mich mehr in die Hand genommen. Mein kleines Herz hat ganz geweint. Und jeden Tag habe ich geträumt von meinen lieben kleinen weichen warmen Händen. Dass sie wiederkommen. Und dann kamen endlich wieder Hände. Aber sie waren groß und grob und haben mich ganz hart gepackt und hier hin geworfen … in diese … Tüte? – Ach, was hat das zu bedeuten? – Kannst du mir das erlären?“

„Püppi“, brummte das Buch, „du weißt doch: Ich stehe immer mit dem Rücken zum Zimmer. Ich habe Nichts gesehen. Aber mir ist es ähnlich gegangen wie dir. Seite um Seite wurde ich geblättert, Wort für Wort, Zeile für Zeile wurde ich mit dem Finger gestreichelt. Alle meine Geheimnisse habe ich so preisgegeben und geteilt. Dann wurde ich weggestellt, eingeklemmt zwischen anderen Büchern und nicht mehr beachtet. Sieh nur! Mein oberer Schnitt: ganz grau und staubig ist er geworden. So geht man doch nicht mit mir um!“, endete das Buch entrüstet und vorwurfsvoll seine Rede.

„Ach, sieh mal!“, rief das Püppi. „Da drüben ist der Clownwecker mit den großen Augen. Der muss doch bestimmt was wissen. Hey! Clownwecker! Weißt du was los ist?“

Doch der Clownwecker schwieg.

„Clownwecker, Clownwecker, wach auf! Sprich mit uns!“

Doch der Clownwecker schwieg.

„Wo ist der Clownwecker?“, wollte das Buch wissen. „Ich kann ihn nicht sehen.“

„Direkt hinter dir“, antwortete Püppi sofort. „Mit deiner Ecke links hinten bist du ganz nahe an seinen Augen!“

„Links hinten?“, fragte das Buch. „Das ist gut. Wenn ich meinen Schwerpunkt ein bisschen verlagere, könnte ich vielleicht zum Clownwecker rüber rutschen.“

„Ja! Ja! Ja!“, rief das Püppi ganz aufgeregt, „Mach das, du schaffst das!“ Und während das Buch sich anstrengte, brummte und seinen Schwerpunkt verlagerte, feuerte Püppi das Buch an: „Komm schon, komm schon, noch ein bisschen, gib dir Mühe! Ja, du schaffst das! Ja! Ja! Ja! Du rutschst, du rutschst! Ha!!! Getroffen!“ Püppi jubelte: „Hurra! Voll ins Auge!“

„Auch das noch!“, schnarrte der Clownwecker mit den großen Augen, „Mir bleibt auch Nichts erspart. Hey Buch! Hast du den Verstand verloren? Was denkst du dir?“

„’tschuldigung“, brummte das Buch, „war nicht meine Absicht. Ich habe links hinten doch keine Augen! Aber du, Clownwecker, hast doch so große. Püppi und ich, musst du wissen, wir haben uns gefragt – du stehst doch mit dem Gesicht zum Zimmer und kannst alles überblicken. Kannst du uns erzählen, was wir nicht gesehen haben?“

„Ich stehe nicht, ich stand“, korrigierte der Clownwecker mit den großen Augen. „Und jetzt lieg ich hier mit euch in diesem Sack. Soviel muss doch auch dir klar sein, liebes Buch. Zudem piekst du mir mit deiner Ecke noch immer ins Auge!“

„tschuldigung“, brummte das Buch, „aber ich kann nicht mehr zurück.“

„Naja, ist ja jetzt auch egal“, schnarrte der Wecker, „es hat sich eh bald ausgetickt.“

„Erzähl schon“, rief Püppi, „Was hast du gesehen? Was hast du gesehen?“

„Was habe ich gesehen? Tick-tick-tick-tick-tick in der Zeit zurück. Vor vielen vollen ungezählten Umläufen legte sich unser Mädchen ins Bett – und stand nicht mehr auf. Mutter kam und ging, doch unser Mädchen stand nicht auf. Vater kam und ging, doch unser Mädchen stand nicht auf. Andere Leute kamen und gingen, doch unser Mädchen stand nicht auf. Dann kamen Leute, mit weißen Hosen und Jacken in orange, sie kamen, legten unser Mädchen auf ein anderes Bett, gingen und nahmen unser Mädchen mit. Mutter kam und ging wieder. Vater kam und ging wieder. Unser Mädchen kam nicht wieder. Die Zeit ging und stand still zugleich. Und jetzt gehen wir.“

„Wohin?“, wollte Püppi wissen, „Wohin gehen wir?“

„Auf unsere letzte Reise, liebes Püppi“, antwortete der Clownwecker mit den großen Augen. „Wir gehen dahin, wo auch unser Mädchen ist.“

„Aber das ist doch schön!“, jubelte Püppi.

„Aber der Weg dahin wird dir nicht gefallen“, schnarrte der Clownwecker mit den großen Augen.

„Ist doch egal“, winkte Püppi ab, „Hauptsache, es wird alles wieder so wie früher.“

„Das wird sich zeigen“, schnarrte der Clownwecker.

Und das Buch brummte nur. Ob es ein frohes, oder ein trauriges Brummen war, lässt sich nicht sicher sagen.

Veröffentlicht unter Mitmachen | Schreib einen Kommentar

Schreiben mit zwei T – Teil 2

Letzte Woche haben wir den tollen Schreibtipp von Tania Witte bekommen. Heute nun verrät Tobias Steinfeld seine Lieblingsschreibübung. Viel Freude beim Zuschauen und Ausprobieren wünscht die Stadtbibliothek Mannheim!

Veröffentlicht unter Mitmachen | Schreib einen Kommentar

Schreiben mit zwei T – Teil 1

Heute geht es jetzt richtig los. Nach dem wir die beiden Autoren kennen gelernt haben, stellt Tania Witte heute ihre Lieblingsübung vor. Lasst Euch überraschen und spitzt schon mal den Bleistift!

Nicht vergessen, wir freuen uns über Texte! Entweder hier als Kommentar eintragen oder per E-Mail schicken an: stadtbibliothek.paedagogik@mannheim.de

Veröffentlicht unter Mitmachen | Schreib einen Kommentar

Schreiben mit zwei T – Tania Witte und Tobias Steinfeld in der Feuergriffel-Schreibwerkstatt

Unter diesem Motto starten wir heute eine Schreibwerkstatt. Tania Witte und Tobias Steinfeld haben beide als Kinder- und Jugendstadtschreiber schon einmal drei Monate im Turm der Alten Feuerwache gelebt und gearbeitet. Sie kommen nun digital zurück nach Mannheim. Jede Woche geben sie abwechselnd einen Tipp und eine Schreibaufgabe in Form eines kleinen Erklärvideos. Jugendliche ab 12 und Erwachsene sind herzlich eingeladen mitzumachen. Duie Teilnahme ist kostenlos. Fertige Texte können an die E-Mail-Adresse: stadtbibliothek.paedagogik@mannheim.de geschickt werden. Eine Auswahl wird regelmäßig auf dem Feuergriffel-Blog veröffentlicht.

Für alle, die die beiden AutorInnen noch nicht kennen, gibt es jetzt zwei kleine Vorstellungsfilme:

Ein besonderes Highlight ist ein Live-Chat mit Tania Witte am 19. Juni 2020. Im Rahmen des #Digitaltages haben ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit Fragen zum Thema „Kreatives Schreiben“ zu stellen.

Wie kann man am Chat teilnehmen? Einfach eine E-Mail mit zwei bis drei Fragen und dem Betreff „Livechat mit Tania Witte“ bis zum 8. Juni 2020 an: stadtbibliothek.paedagogik@mannheim.de schicken.

Sechs TeilnehmerInnen bekommen dann eine persönliche Einladung zum Chat.

Nächsten Freitag starten wir mit Teil 1!

Und weil man nie genug Tipps und Anregungen bekommen kann, hängen wir noch eine Literaturliste zum Thema „Kreatives Schreiben“ an. Alle vorgestellten Titel kann man natürlich in der Stadtbibliothek Mannheim ausleihen. http://88.198.39.233/wp-content/uploads/2020/05/Auswahlliste_Kreatives-Schreiben.pdf

Veröffentlicht unter Mitmachen | Schreib einen Kommentar

Treffen junger Autor*innen

Der bundesweite Schreibwettbewerb richtet sich an junge Autorinnen und Autoren im Alter von 11 bis 21 Jahren. Noch bis zum 15. Juli 2020 können Prosa, Lyrik, szenische und experimentelle Texte eingereicht werden. Eine unabhängige Jury wählt rund 20 junge Talente aus, die vom 12. bis 16. November 2020 nach Berlin zum „Treffen junger Autor*innen“ eingeladen werden.

Alle Infos hier: https://www.berlinerfestspiele.de/de/treffen-junger-autorinnen/der-wettbewerb/allgemein/allgemein.html

Veröffentlicht unter Mitmachen | Schreib einen Kommentar

Ausschreibung für den 8. Mannheimer Feuergriffel startet am 1. April

Die Stadtbibliothek Mannheim schreibt gemeinsam mit dem Förderkreis Stadtbibliothek Mannheim e. V. zum achten Mal den „Feuergriffel“ aus – das Stadtschreiber-Stipendium für Kinder- und Jugendliteratur.

Feuergriffel Text jpg

Vom 1. April bis 28. September 2020 können sich Autor*innen bei der Stadtbibliothek Mannheim mit dem Exposé einer Buch-Idee um das einzigartige Stipendium bewerben. Während des dreimonatigen Aufenthaltes in Mannheim soll die Buch-Idee ausgearbeitet und umgesetzt werden.

Die mit insgesamt 9.000 Euro dotierte Auszeichnung teilt sich in 3.000 Euro Preisgeld bei der Abschlussveranstaltung, 3.000 Euro bei Veröffentlichung des in Mannheim entstandenen Buches und ein dreimonatiges Aufenthaltsstipendium in der Quadratestadt Mannheim von April bis Juli 2021 in der Stadtschreiberwohnung im Turm der Alten Feuerwache – inklusive Pauschale für Anreise- und Lebenshaltungskosten in Höhe von 3.000 Euro.

Der Preisträger oder die Preisträgerin wird 2021 die Nachfolge von Tamara Bach, Antje Wagner, Rike Reiniger, Saša Stanišić, Tobias Steinfeld, Florian Wacker und Tania Witte antreten, die das Stipendium in den Jahren 2007 bis 2019 erhielten. Vier im Rahmen des Stipendiums geschriebene Jugendbücher sind bereits erschienen

Die Stadtbibliothek unterstützt die Stadtschreiberin beziehungsweise den Stadtschreiber durch lokale Kontakte und eine persönliche Betreuung. Daneben sollen Kinder, Jugendliche und die Mannheimer Bevölkerung die Möglichkeit haben, die Autorin oder den Autoren kennenzulernen, bei Veranstaltungen wie Lesungen, Werkstattgesprächen oder Schreibwerkstätten, aber auch in eher ungewöhnlichem Rahmen wie etwa bei einem gemeinsamen Frühstück oder einer Radtour. Außerdem sind während des Aufenthaltes Veröffentlichungen im Social Media-Bereich geplant (Blog, Twitter, Podcast usw.).

Bewerben können sich deutschsprachige Autor*innen und Illustrator*innen, die bereits mindestens eine Veröffentlichung in einem etablierten Verlag nachweisen können (Buch, Theaterstück, Hörspiel oder Drehbuch). Publikationen im Selbstverlag oder als Book on Demand finden keine Berücksichtigung.


Für die Bewerbung sind erforderlich:

– ein kurzes Exposé (max. drei DIN A 4-Seiten) und eine Textprobe (max. vier DIN A 4-Seiten) zur Vorstellung der Idee und Beurteilung der künstlerischen Handschrift; vollständige beziehungsweise bereits ausgearbeitete Manuskripte können nicht berücksichtigt werden (Bitte beachten: Diese Unterlagen werden anonymisiert an die Jury weitergeleitet, sie dürfen deshalb keinen Hinweis auf die Verfasserin oder den Verfasser enthalten!)

– eine Liste der bisherigen Publikationen

– Lebenslauf mit Lichtbild (Foto wird zur Veröffentlichung verwendet) und allen Kontaktdaten

– ein Motivationsschreiben, das darlegt, welchen Hintergrund die Bewerbung hat und auch Vorschläge für mögliche Veranstaltungen, Aktionen und Events während des Aufenthalts enthält.

Die Unterlagen können sowohl postalisch als auch per E-Mail eingesandt werden.

Einsendeschluss: 28. September 2020 (es gilt das Datum des Poststempels)

Anschrift für Einsendungen und Kontaktadresse:
Stadtbibliothek Mannheim, Stichwort: Feuergriffel
Bettina Harling
N 3, 4
68161 Mannheim
E-Mail: bettina.harling@mannheim.de/Telefon: 0621 293-8912

Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Fachjury:
-Jürgen Boos, Frankfurter Buchmesse
-Prof. Dr. Thomas Wortmann, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Mannheim
-Dr. Albrecht Plewnia, Institut für Deutsche Sprache
-Ulrike Stöck, Junges Nationaltheater Mannheim
-Eva Baumgartner, Journalistin
-Susan Zerwinsky, Goethe-Institut Mannheim
-Dajana Schneider, jugendliches Jurymitglied

Die Bekanntgabe der Gewinnerin oder des Gewinners erfolgt voraussichtlich im Dezember 2020. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.

Dieses einmalige Projekt kann nur durch Sponsoren ermöglicht werden. Preis und Stipendium werden von verschiedenen Organisationen gemeinsam finanziert. Von Anfang an als Sponsoren dabei sind der Förderkreis Stadtbibliothek Mannheim e.V. und das Kulturzentrum Alte Feuerwache. Die Feuerwache stellt die einzigartige Turmwohnung mit Blick über die Stadt kostenlos zur Verfügung. Seit 2014 gehört die GBG Mannheim zu den Unterstützern. Neu dabei sind die Carl-Esser-Stiftung und die Bülent Ceylan für Kinder Stiftung. Der Mannheimer Comedian Bülent Ceylan erhielt 2018 den erstmalig vergebenen Sonderpreis für prominentes Engagement beim Deutschen Lesepreis und spendete das Preisgeld der Stadtbibliothek für die Aktion „Eine Stadt liest ein Kinderbuch“. Nun findet Bülent Ceylans großes Engagement, Kinder und Jugendliche für das Lesen zu begeistern, einen weiteren Höhepunkt: Die Stiftung unterstützt den achten Feuergriffel mit 5000 Euro.

Veröffentlicht unter Ausschreibung, Neuigkeiten | Schreib einen Kommentar

„Feuergriffel“-Preisträgerinnen lesen im Netz

Momentan sind alle Lesungen abgesagt, trotzdem muss man nicht auf den Genuss verzichten. Viele Autorinnen und Autoren stellen momentan Lesungen ins Netz.

So auch Tania Witte:
„Ich habe gelesen. Aus gegebenen Anlass nicht an Schulen, dafür vom Sofa aus. Für diejenigen unter euch, die mich mal wieder sehen wollen, oder sich fragen, was ich eigentlich so tute, wenn ich (vor)lese. Und für alle, die ein bisschen Ablenkung brauchen können, auf der Suche nach Lesestoff sind. Wär toll, wenn es euch die Zeit vertreibt.“

Die Stille zwischen den Sekunden

DIE STILLE ZWISCHEN DEN SEKUNDEN

https://www.youtube.com/watch?v=8Hy9xtwW-ic
DER SCHEIN

https://www.youtube.com/watch?v=bTQcIgqra50

 

 

 

Und Antje Wagner:

„Ich empfehle den Roman für Erwachsene und für Jugendliche ab 15 aufwärts.

Es ist ein Buch über ein finsteres Familiengeheimnis, das sich – wie in einem Puzzle – ganz langsam und Teilchen für Teilchen zusammensetzt, das in einem ewig kalten Winter spielt und in dem die Natur eine Hauptfigur ist.

Das Buch hat – zu meiner riesigen Freude – den Phantastikpreis der Stadt Wetzlar bekommen.

Meine Buchvorstellung unten ist eine KURZ-Version. Die normale Vorstellung dauert 1,5 Stunden. Hört bitte gern rein und lasst Euch mitnehmen in die Welt von Katrina.“

Veröffentlicht unter 2009, 2019, Neuigkeiten | Schreib einen Kommentar

Geschichte zum Mitschreiben

Vielleicht sitzt Ihr gerade zu Hause und Euch fällt die Decke auf den Kopf? Dann haben wir ein schönes, neues Angebot. Wir wollen zusammen mit möglichst vielen Menschen eine Geschichte erfinden und aufschreiben. Dabei helfen uns Geschichten-Würfel auch Story Cubes genannt. Hier kommt gleich der Geschichtenanfang und ein Foto von drei Würfeln. Die Abbildungen sollen Euch Ideen geben, wie die Geschichte weitergehen könnte. Schreibt Eure Fortsetzung ins Kommentarfeld. Wir sind gespannt und veröffentlichen die tollste Fortsetzung. Dann gibt es wieder ein Foto mit drei Würfeln und Eure Ideen sind gefragt. Mal schauen, wie lange die Geschichte wird…

Hier ist der Anfang:

Sehr helles Licht hatte mich an diesem Morgen geweckt. Ein Sonnestrahl kitzelte und blendete mich zugleich. Verwirrt sah ich auf meinen Wecker. Hatte er nicht geklingt? Hatte ich schon wieder verschlafen? Es war seltsam still in der Wohnung, aber auch von draußen drangen nicht die üblichen Alltagsgeräusche zu mir herein. Welcher Wochentag war heute, vielleicht ein Feiertag, den ich vergessen habe? Vorsichtig klettere ich aus dem Bett, um die Lage zu erkunden. Dabei stolpere ich fast über…

Würfel 1

Hier die Fortsetzung eines 9-jährigen Jungen:

…meine Katze. Schnell stand ich wieder auf um nachzuschauen was für ein Tag es ist. Und tatsächlich heute ist ein Feiertag. Ich freue mich sehr. Mama und Papa schlafen noch. Ich mache mir einen Kakao. Dann sind Papa und Mama aufgestanden. Als sie dann aufgestanden sind, sind wir zum Park gelaufen und haben bis abends gepicknickt. Dann sind wir wieder nach Hause gelaufen und ich bin ins Bett gegangen.

Deshalb gibt es drei neue Würfel. Bitte die abgebildeten Dinge für die Fortsetzung der Geschichte verwenden!

Würfel Nr 2

Fortsetzung Nr 1  Schnecke, Brief, Schlüssel von Julia G. 12 Jahre

Am nächsten Morgen, als ich erwachte, stelle ich fest, dass einer meiner beiden afrikanischen Riesenschnecken, Theobald, fehlte. Anscheinend hatte ich gestern Abend das Terrarium nicht richtig geschlossen. Auf meinem Teppichboden erblicke ich viele Schleimspuren. „Wenn Mama das wieder sieht, wird sie wieder mit mir schimpfen.“ Die Schnecke ist weder unter meinem Bett, noch hinter den Vorhängen. Auch nicht in meiner Schublade, die offen steht. „Sie kann sich doch nicht in Luft aufgelöst haben“, geht es mir durch den Kopf. Sogar auf meinem Schreibtisch finde ich Schleimspurenn. Oh Schreck, sie ist sogar mehrfach über den Brief gekrochen, den ich meiner Brieffreundin in Wuhan schicken wollte! Das Kuvert werde ich neu beschriften müssen und die Briefmarke werde ich im Wasserbad vorsichtig ablösen müssen. „Nichts als Ärger und das so früh am Morgen!“ Entmutigt lasse ich mich auf meinen Drehstuhl plumsen. Ich bin verzweifelt. So eine Schnecke ist sehr teuer und schwer zu bekommen und auserdem hänge ich sehr an ihr. Mit dem Stuhl drehe ich mich zur Wand umd sehe mich, zwischen zahlreichen Schleimspuren, in meinem großen Wandspiegel an. „Doch was ist das?“, frage ich mich. Ganz oben erblicke ich doch tatsächlich mein geliebtes Haustier. Es schläft. Kein Wunder! So wie es hier aussieht, war Theobald die ganze Nacht unterwegs. Ich stelle mich auf den Drehstuhl und hole die Riesenschnecke vorsichtig herunter. „Na, du Ausreiser“, begrüße ich sie glücklich. Vor Freude gebe ich ihr einen Kuss auf ihr braunes Schneckenhaus. Anschließend bringe ich sie in Ihr Terrarium zurück. So, das wäre geschafft. Jetzt kann ich nach unten gehen und frühstücken.

Fortsetzung  Nr. 2 zu Schnecke, Kuvert, Schlüssel von Julia G. 12 Jahre

…..Gustav, meine afrikanische Riesenschnecke.“Ach du meine Güte, dich hatte ich gestern Abend vergessen in dein Terrarium zu legen!“ Seit zwei Jahren kümmere ich mich um zwei handflächengroße Riesenschnecken. Am Abend lasse ich sie in meinem Zimmer herumkriechen. Vor dem Einschlafen habe ich noch ein Buch gelesen und bin dabei eingeschlafen. „Wo ist jetzt blos die zweite Schnecke, Theobald?“, frage ich mich.
Auf meinem Teppichboden erblicke ich viele Schleimspuren. „Wenn Mama das sieht, wird sie wieder mit mir schimpfen“. Schnell eile ich zu meiner Tür und schließe sie ab, damit Mama nicht ausversehen, wenn sie ins Zimmer kommt, auf meine Schnecke tritt.
Die Riesenschnecke ist werder unter meinem Bett, noch hinter den Vorhängen. Auch nicht in meiner Schublade, die offen steht. „Sie kann sich doch nicht in Luft aufgelöst haben“, geht es mir durch den Kopf. Sogar auf meinem Schreibtisch finde ich Schleimspuren. Oh Schreck, sie ist sogar mehrfach über den Brief gekrochen, den ich meiner Brieffreundin in Wuhan schicken wollte! Das Kuvert werde ich neu beschriften und die Briefmarke werde ich im Wasserbad vorsichtig ablösen müssen. „Nichts als Ärger und das so früh am Morgen!“ Entmutigt lasse ich mich auf meinem Drehstuhl niederplumsen. Ich bin verzweifelt. So eine Schnecke ist sehr teuer und schwer zu bekommen und auserdem hänge ich sehr an ihr. Mit dem Stuhl drehe ich mich zur Wand und sehe mich, zwischen zahlreichen Schleimspure, in meinem großen Wandspiegel an. „Doch, was ist das?“, frage ich mich. Ganz oben erblicke ich doch tatsächlich mein geliebtes Haustier. Es schläft. Kein Wunder! So wie es hier aussieht, war Theobald die ganze Nacht unterwegs. Ich stelle mich auf den Drehstuhl und hole die Riesenschnecke vorsichtig herunter.“Na du Ausreiser!“, begrüße ich sie glücklich. Vor Freude gebe ich ihr einen Kuss auf ihr braunes Schneckenhaus. Anschließen bringe ich sie in ihr Terrarium zurück.

Und weiter geht es mit drei neuen Würfeln. Wir sind gespannt…

Würfel Nr 3

Veröffentlicht unter Mitmachen, Neuigkeiten | Schreib einen Kommentar